: Wechselkurs zur Zeit ...
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Wechselkurs zur Zeit 1$ = 5350 IRR (Iranische Rial). Teheran: die Sehenswürdigkeiten sind problemlos zu besuchen (Sa’ad Abad Palast = ehemaliger Schahpalast, Teppichmuseum, Khomeini Haus mit Halle und Sessel, von wo wir ihn immer im Fernsehen gegen die USA predigen gesehen haben, Azadi (=ehemaliges Shahyad-) Monument, Basar etc.).
Die Kronjuwelen im Kellersafe der Bank Melli sind nur 2 Tage pro Woche für wenige Stunden am Nachmittag zu sehen. Am Weg nach Täbris habe ich das sehenswerte Mausoleum des Oldjaitus aus dem Jahre 1313 n.Chr. (Mongolen-Monument) besucht, das oft übersehen wird ... Von Täbris ging es über gute Straße nach Djolfa, dem Grenzort zum aserbaidschanischen Gebiet Nahicevan (eine Enklave). Die stillgelegte (da jetzt über Armenien kommende) Eisenbahnbrücke (Moskau-Erevan-Täbris-Teheran Linie) erinnert an frühere Verkehrsströme.
Ich selbst war nicht in Nahicevan, es gibt aber angeblich dort nicht allzuviel zu sehen - außer einer Wodka- und Mineralwasserfabrik. Flüge gibts 4x pro Tag von Baku nach Nahicevan, kosten 5$ für Leute der Enklave, 10$ für alle anderen Aserbaidschaner und rund 200$ (!) für Ausländer. Es soll aber kein falscher Eindruck entstehen, Aserbaidschan ist so wie Armenien und auch Georgien für uns ein billiges Land. Nur gute Hotels sind sehr teuer, vor allem in Baku! Dann weiter entlang des Grenzflusses Aras und dem (stillgelegten) Bahnlinienzweig Erevan-Baku nach Osten bis zum iranisch-armenischen Grenzort Meghri. Die Versorgung der Enklave Nahicevan erfolgt von Iran (z.B. mit Benzin) bzw. vom Kernland Aserbaidschans per Luftfracht oder über den Iran, da es ja keine offenen Grenzen mit Georgien gibt (wegen des Waffenstillstands nach dem Nagorno (=Berg) - Karabakh-Krieg). Nahicevan hat auch keine offene Grenze mit der Türkei. Ich erlebte in diesem in UdSSR-Zeiten sehr sensiblen Grenzgebiet kaum Kontrollen, man sieht dafür über viele Kilometer den alten, verlassenen sowjetischen Grenzzaun. Wer ein Visum für Armenien (bzw. Aserbaidschan) hat, wird wei-tergewunken. Grenzübergang in Meghri, langwierig aber freundlich bei den Iranern, zu Fuß über die Brücke über den Aras, bürokratisch wie zu UdSSR-Zeiten bei den Armeniern, aber an sich funktionierte der Landeswechsel beschaulich und problemlos.
Damit befand ich mich in einer der Krisenregionen der ehemaligen UdSSR. Wie steht es heute um die Sicherheit, Versorgung usw., war meine Frage. Die einfache Antwort: Mit normalem Hausverstand und üblicher Vorsicht, alles kein Problem! Viel besser als in Rußland/Moskau etc. - habe mich immer sicher gefühlt, auch am Abend. In Erevan und Baku gibts im Zentrum in den Fußgängerzonen und am Hauptplatz Coffee Shops und Snack Bars mit guten Drinks. Viele Leute sind dort unterwegs, man spürt richtig das Leben pulsieren, eine sehr nette Atmosphäre am lauen Sommer/Herbst-Abend (nicht im eisigen Winter, verständlicherweise).
Die Versorgungslage ist in Ordnung, die Leute haben aber nicht viel, Armenien macht einen ärmeren Eindruck als Georgien. Aber genug zum Essen schien es überall zu geben. Als Ausländer ist das Leben sehr billig - und man bekommst eigentlich so alles, was man braucht in den Restaurants, die sich Einheimische oft doch nicht leisten können. Restaurants gibt es, ebenso wie Hotels ausreichend, allerdings sind die Top Hotels sehr teuer. Da ich eingeladen war, kümmerte ich mich nicht sehr darum, ich kenne aber Traveller, die in Geor-gien waren und kein Problem hatten, einfache uind günstige Unterkünfte zu finden.
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