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USA: Autokauf in d ...

Rubriken: Tipp - Reiseziele: USA

USA: Autokauf in den USA: Der Ankauf eines US-Schlittens
ist problemlos, wenn man schon eine Fahrzeug-Versicherung (z.B. ausDeutschland) mitbringt.
Ein vernünftiges Auto kostet in Florida zwischen US$ 2500 -3000. Dann bekommt man eben
schon Besseres als einen Schrotthaufen... Florida ist aus Gründen der Steuern und
Zulassungsgebühren ein günstiger Bundesstaat zum Autokauf. - Registration und
Nummerntaferl gibt es sofort nach dem Kauf (Händler helfen eventuell dabei), für den
"title" braucht man eine US-Adresse, da er erst nach 3-4 Wochen zugesandt wird.
Zwar kann man auch ohne diese Art von Zulassungsschein unterwegs sein, man kommt aber
nicht über Landesgrenzen und auch der Wiederverkauf soll schwierig sein. Angesichts
dieser zeitlichen Verzögerung un der Wertminderung des Fahrzeugs lohnt sich ein Autokauf
üblicherweise nur, wenn man länger als 2 Monate unterwegs sein will. Um eine solche
Zeitspanne (- und noch viel länger!) auch an Orten abseits der Touristenhauptattraktionen
verbringenzu können.

EinigePlätze, auf die wir im Laufe der ersten Monate unserer Amerikareise gestoßen
sind.

FLORIDA: Weeki Wachee Spring - diese Oase liegt rund 45 Meilen
nördlich von Tampa und bietet neben kristallklarem, kalten Flußwasser auch eine
Meernixen-Show im einzige n Unterwasser-Theater der Welt. Natürlich kitschig, aber sehr
gut gemacht, sodaß "Pocahontas" nicht nur Kinder erfreut - typical american! Am
besten löst man eine Kombinationskarte, die für das Theater, die Bootsfahrt mit
Vogelschau und das nahegelegene Flußbad mit seinen Riesenrutschen gilt - american way of
fun.

Silver Springs ist der Welt größte artesische Quelle und in der Nähe von Ocala
gelegen. Ein Tag läßt isch mit diversen Aktivitäten locker hier verbringen. Angeboten
werden Ausflüge mit dem Glasboden-Boot oder mit Jeeps und Fahrten dem Fluß entlang, um
Alligatoren, diverse Vögel, Antilopen, Affen und anderes Getier zu bestaunen. Abkühlend
im heißen Florida wirkt das etwa 17 Grad kühle Naß...

Alabama: Mobileist ein wenig touristischer Ort in der Nähe von New orleans. Er besteht
aus vielen Antebellum (d.h. vo rdem Bürgerkrieg)-Villen, von dnen einige für Besucher
zugänglich sind. Es wäre nicht Amerika, würden nicht Pensionisten, in die tracht des
19.Jh. gehüllt, die Gäste durch die prunkvollen Räume der Anwesen geleiten. Das
anschließende Schwätzchen bei Tee und Keks ist eine Lehrstunde in Südstaaten-Englisch.

MISSISSIPPI: Natchez. Auch hier gibt es diese Antebellum-Villen und
Plantagen, denen man heute noch ansieht, warum so viele Menschen schwer schuften und
trotzdem bitterarm bleiben mußten. Speziell für Architektur-Interessierte gibt es hier
ein besonderes Schmanckerl: "Longwood" ist ein Muß! Es ist Amerikas größtes
octagonal house und im orientalischen Stil der Mitte des 19.Jh. erbaut. Witzig. Bei aller
Schönheit von Natchez darf man ruhig auch die Anreise von New Orleans her hervorheben: In
der wunderschönen, saftig grünen Landschaft liegen bis heute bewohnte wunderschöne
Herrschaftssitze versteckt.

TEXAS: Der Palo Duro Canyon in der Nähe von Amarillo ist nur ein
kleiner Einschnitt mit Wandermöglichkeit und einem netten Campingplatz - wer so wie wir
zu spät am tage eintrifft, hat eine gratis campsite vor dem Eingang. Wer im heißen
Sommer den Weg dorthin nicht scheut, wird mit der allabendlichen Aufführung des Musicals
"Texas" belohnt. Die Vorstellungen finden in einer schönen naturarena statt,
aber nur im Juli und August, da die Schauspieler Studenten sind.

NEW MEXICO: Die Gips-Dünenlandschaft desWhite Sands national park
liegt nördlich von El paso und mitten in einem militär-Test-Gelände, was einerseits
kurzfristige, stundenweise Sperrungen des Geländes, aber andererseits militärische
"Flugvorführungen" zur Folge hat. Man kann in diesem grandios leeren Gelände
wunderbare, einsame Wanderungen unternehmen - und im Falle des Verirrens sucht die army
mit Helikopter nach den Vermißten. Park ranger führen diverseWanderungen, von denen die
Sunset-Tour sehr eindrucksvoll ist.

Gila Clift Dwellings: Werf die kurvenreiche Straße von Silver City nicht scheut, um in
den hot springs zu baden - wird enttäuscht sein. Entschädigung sind die Felsenwohnungen
der Mogollon People (100 - 1400 n. Chr.), die bei einer kurzen, schönen Wanderung zu
besichtigen sind. Ein Aufpasser=Ranger freut sich über jede Frage und man kann alles in
Ruhe besprechen und Landschaft sowie Kultur genießen. Dies im zum Unterschied des
ähnlichen - aber imposanteren - Mesa Verde, wo die Touristenmassen durchgeschleust
werden. Die Felsenwohnungen wurden aus natürliche Höhlen für 10 - 15 Familien
ausgebaut. Die Wände und Raumabteilungen sind aus Steinen und Lehm errichtet. Die
Mogollon waren Bauern und geschickte Weber und Töpfer, wie man sich anhand von
Ausstellungsstücken überzeugen kann. Rätselhaft ist, warum das Volk um 1400 seine
Heimat verließ und wohin sie gingen. Da konnte uns auch der gut informierte Ranger nicht
weiterhelfen...

City of Rocks State Park (28 Meilen südöstlich von Silver City am Hwy 180). Oft sind
State Parks nur naherholungsbereiche für urbane Zentren, in diesem Fall ist es aber eine
einmalige "Hinkelsteinlandschaft". jeder kleine Obelix kann sich am Zeltplatz
seinen eigenen Hinkelstein aussuchen, sein T-bone steak am Grill braten und erhält dabei
die nette Gesellschaft von Kolibris. Trotz der "steinzeitlichen" Umgebung ist
wie auf den meisten Campingplätzen in Amerika für ausgezeichnete Sanitärbedingungen bis
hin zur Dusche gesorgt.

ARIZONA: Chiricahua (nahe Willcox). Dieser unausprechliche
Nationalpark bietet wunderschöne, manchmal anstrengende Wanderungen, die für uns einen
ganz besonderen Höhepunkt hatten: Wir hörten Klapperschlangen - uns sahen sie
anschließend (ohne akkustische Meldung wären sie unsichtbar!). Jeden tag fährt ein Bus
bis zum Höchsten Punkt des parks und man kann dann ins Tal zurückwandern. Die
phantastischen, durch Winderrosion geformten Steinformationen sind atemberaubend (und
kosteten mich einige Filme...). Der Campingplatz, zwar ohen Dusche, aber mit
allabendlichen Lehr-Shows (z.B. "Feuer machen") war im August fast leer.

Tombstone: Wer über den Boothill Graveyard stiefelt, in Kotty´s Big Nose Saloon ein
(oder mehrere) Bier hinter die Bide kippt und im OK-Coral am großen Shoot-Out mit Earp
& Doc Holliday teilnimmt, der ist wieder im "Wilden Westen-à la USA".

Payson: Mitte August findet hier alljährlich das größte Rodeo statt. Tickets gibt es
vor Ort genug und billiger als im (ach Postalisch möglichen) Vorverkauf. Hier werden die
Cowboys und Reiterhelden von Stieren und Broncos in den Sand geworfen und man freut sich,
einen anderen Beruf gewählt zu haben. Rodeo-Arzt wäre aber eine einträglicher Job...

Sedona: Der Platz südlich von Flagg#staff dient zur nervenberuhigung: in herrlichen
Fischteichen nahe dem Campingplatz kann sich jeder sein Abendessen selbst
"ersitzen". Die beschauliche Stimmung wird durch die schönen roten
Felsformationen der Umgebung weiter unterstrichen - und als Belohnung wofür auch immer
kann man sich aus dem Ort wunderbare Schokolade lokaler Produktion holen.

Antilope Canyon: Dieser auch "Korkenzieher" genannte Canyon ist durch einen
etwa zweistündigen Ausflug von Page zu erreichen. Wer keinen eigenen 4x4 hat, muß sich
einer Tour anschließen oder kilometerweit durch heißen Sand schlurfen. Die prächtige,
vielfältigen Farben der Canyonwände sieht man nur zur Mittagszeit genau, wenn die Sonne
durch die schmale "Oberlichte" der Schlucht hereinscheint. Photografen sollten
ein Stativ und einen höherempfindlichen Film dabei haben (ab 400 ASA)

COLORADO: Ute Mountain Tribal Park. Dieser von Indianern in
Selbstverwaltung geführte Nationalpark grenzt südlich des Mesa Verde nationalparks und
sollte genauso wie der Mesa Verde selbst Fixpunkt jeder Reise in die gegend sein. Man kann
zwar auch selbst durch die Gegend "stauben", die Schotterstraßen des Parks sind
mit PKWs zu befahren, aber bei den Touren im Kleinbus (täglich, Dauer 8-16 Uhr) erzählt
der indianische Guide sehr interessant über die Anasazi und deren heutige Nachfahren,
eben die Ute-Indianer. Man erfährt viel über die

Lebensgewohnheiten und aktuelle Probleme der Menschen und man bekommt
"Anschaungsunterricht" über das Alltagsleben durch den Besuch einer Kiva
(Versammlungs-Höhle), mansieht Felsmalereine und klettert über einige Leitern in
verschiedene Höhlenwohnungen, den sogenannten Cliff-dwellings. Zum Unterschied zum Mesa
Verde Park erhält man hier Einblicke in das Weltverständnis und die Werte der Indianer.

W & G. Stejskal-

Karte

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Thursday, 17. May 2012