Das Land ist zur Ruhe gek ...
Das Land ist zur Ruhe gekommen, die staatliche Autorität aber
noch nicht überall wiederhergestellt. Die ehemals kommunistische Regierung hat einen
180-Grad-Schwenk vollzogen und verschleudert sämtliche Industrie und sowie Grund und
Boden an Ausländer (v.a. südafrikanische Investoren) um an finanzielle Mittel zu kommen.
Der öffentliche Verkehr befindet sich in schlechtem Zustand, alte, stark überfüllte
Busse auf von Asphalt umgebenen Schlaglochbändern ergeben einen sehr niedrigen
Stundenschnitt - dafür ist es billig...
In sehr gutem Zustand befinden sich die Boeings der LAM, der nationalen Fluglinie.
Dementsprechend hoch sind die Binnenflugtarife. Es gibt außerdem Bahnverbindungen von
Maputo nach Johannesburg/RSA (3wö, 18 Std., 1.Klasse sehr bequem, ca. 120 Rand), und von
Nampula nach Nayuki/Malawi. Derzeit ist eine nicht ganz regelmäßige langsame Verbindung
mit alten südafrikanischen Waggons gegeben (ca. 8 Std. Fahrt, sehr billig), die Strecke
soll verbessert werden.
Nampula ist der Ausgangspunkt für die Fahrt auf die Ilha de
Mocambique, der alten portugisischen Hauptstadt. Busse fahren täglich, teilweise mit
umsteigen, in rund 5 Stunden die knapp 170km. Da es noch wenige ausländische Touristen
gibt, ist Autostop rasch erfolgreich! Die Ilha selbst ist ein morbides Kleinod, von
Flüchtlingen vom Festland überschwemmt und trotzdem voller Flair und Kultur. Es gibt
kein Fließwasser, der Hygienestandard ist auf tiefstem Niveau: Die Notdurft wird generell
am Strand, auch direkt neben dem Markt verrichtet...
Die Menschen sind sehr freundlich und portugisiesche Sprachkenntnisse sind zwar sehr
hilfreich , aber nicht ein unbedingtes Muß: zweimal trafen wir Einheimische, die in
mehreren Jahren DDR-Aufenthalt gutes Deutsch erlernt haben... Auch englisch wird von
manchem Jüngerem gesprochen. Der Aufbau eines Kreditkartennetzes steckt in den
Kinderschuhen, die Kartennutzung ist praktisch nur in Beira und Maputo möglich. Bargeld
für VISA-Karte gibt es z.B. bei der Banco Trotta/Standard in Maputo. Neben der
vielschichtigen Kultur und den freundlichen Menschen gibt es an der endlos langen Küste
auch noch die schönsten Strände Afrikas - zum selbst entdecken!. -P.G.-
Karte
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